Aktuelles

Predigt in Reimform

Karneval 2018
Ein fröhliches „Helau“ aus der schönsten Stadt der Börderegion,
was ja nur Welver sein kann,das wissen sie schon.
An Weiberfastnacht waren die Narren in großer Zahl aktiv,
da ging in diesem Jahr mal nichts schief.
Und zudem die ganze Welt kommt hier um zu sehen,
wie Priestertum in Deutschland kann gescheh.
Und so viele hören dabei liebevoll zu,
dass Soby Nixon und Geo lernen im nuh
um in neue Gemeinden dann zu sehen,
wo ́s vielleicht anders kann abgehen.
Nicht in allen Pfarreien so viele Messdiener sind,
die viel erleben, Große und jedes Kind.
Weil ihr und die Großen so viele lustige Dinge
tun,
neulich sah ich über 50 in Schlittschuhn.
Manche kriegten kalte Füße, das ist klar,
so ist es eben, Jahr für Jahr.
Denn vorher als Sternsinger waren alle aktiv dabei gewesen,
und brachten zu den Häusern dann den Segen.
Mit dem Almosensammlen hat das Jahr also begonnen,
damit haben die Kinder in Indien schon gewonnen,
da eine Schule in Asam von den Oblaten wird gebaut,
damit jedes Kind in eine sichere Zukunft schaut.
Während nun aber die Narrenzeit zu Gange ist,
bald Aschermittwoch kommt, son misst.
Denn dann ists Aus mit der Freude, denkte jeder Mann,
doch eigentlich fängt die Freude dann erst richtig an.
An Aschermittwoch gibts dies Jahr kein Aschenkreuz sondern ein Herz,
und das ist kein Scherz.
Weil Valentinstag am Mittwoch auch ist,
damit ein jeder nicht vergisst,
wie wichtig es im Leben ist zu lieben,
weil wir sonst keinen Nachwuchs kriegen.
Und da die Taufen eh zurück gehen,
will ich alle am Valentinstag in der Kirche sehen.
Und natürlch beginnt dann die Fastenzeit, klar,
Verzichten ist manchmal nämlich besser fürwahr.
Denn manchmal ist es besser nichts zu tun,
als falsches! Der das sagte, kann nun ausruhn.
Und zum Ruhe finden sind die Tage da,
einige mit nach Juist fahren, wie jedes Jahr.
Denn die Stille der Besinnung auf der Insel gibt uns kund,
worum das Leben so kreist, stund um stund.
Ein frohes Wort das ist doch klar,
war ja heut in der 2. Lesung da:
Ob ihr esst oder trinkt oder was andere fanget an,
zur Verherrlichung Gottes sei es getan.
Alles zur größeren Ehre Gottes, so lesen wir am Altar,
das passt doch auch zur Narrenschar.
Denn Frohsinn hat seinen eigentlichen Grund,
in Gottes Liebe stund um Stund.
Auch beim Abendmahl trotz den Tod vor der Brust zu haben,
durften sich die Jünger am Wein noch laben.
Denn die Zeichen der Gemeinschaft stehen hoch an,
mit ihnen fängt dein Glaubensweg an.
Erfährst du auf deinem Weg auch viel Not, wie im Evangelium der Aussätzige oh
weh,
auch diesen mit den liebenden Augen Gottes ich seh.
Er wagt sich zum Herrn, klagt seine Not, die kann jeder erblicken,
geheilt wird der Herr ihn dann wegschicken.
Diese innige Sehnsucht nach Jesus musst du schon haben,
willst du wirklich den Namen Christi tragen.
Hast wie es das Kirchengesetz aufgetragen,
in der Fastenzeit deine Schuld in den Beichtstuhl zu tragen.
Da wirst du auch geheilt von mancher schweren Last,
weil du sicher auch was auf dem Kerbholz hast.
Ist uncoll, sagt sogar die Oma hier im Kirchenschiff,
hab als Kind genug gebeichtet, brauch jetzt nicht mehr den Schliff.
Naja, ich kann nur immer laden ein,
durchs Bekenntnis wird mein Leben schon leichter sein.
Ein weiteres lehrt uns der Herr heut in einem kleinen Nebensatz,
dass Erholung und Ruhe ist ein großer Schatz.
Denn er ging vom See in die einsamen Gegenden dann,
er nach dem Heilen erstmal zur Besinnung kam.
Brauchen nicht auch wir bei all dem aktiven Tun,
Zeiten in denen wir einfach mal ruhn?
Die Heilige Zeit, die vor der Tür steht,
alles vielleicht ein bisschen ruhiger abgeht?
Wir können Anbetung halte, denn die Kirchen sind offen und der Herr bereit,
damit seine Worte unser Herz treffen und selbiges erfreut.
Dann die verschiedenen Messen, die so zahlreich wir bieten an,
damit jeder ob mit oder ohne Sportschau dann auch mal kann.
Wir laden zur Frühschicht am Samstag im Chorraum in Scheidingen ein,
mit Frühstück in froher Runde wird das ein schönes Ereignis sein.
Oder zum Kreuzweg, den wir gemeinsam können gehen,
um auch beim Leid des Herrn gemeinsam zu stehn.
Denn nur
nach
Karfreitag das ist wohl jedem klar,
geht’s zu der fröhlichen Osterschar.
Schon Thomas von Kempen sagte einmal laut:
„Wie viele die Wunder des Herrn geschaut.
Doch als es dann zum Kreuze gegangen,
nur Johannes, Maria und seine Mutter haben da zu weinen angefangen.“
Wir brauchen den Mut mit Jesus zu gehen,
um beim Kreuze als seine Zeugen zu stehen.
Denn heute in dieser manchmal so dunklen Welt,
seid ihr alle zu seinen Zeugen bestellt.
An euch soll man das erkennen
was wir Reich Gottes nennen.
Die ersten Christen hatten alles gemeinsam und liebten sich Stund um Stund,
da machte nicht das böse Lästern so oft die Rund.
Wie hier bei uns, wo Kritik wird groß geschrieben,
in der Politik wird’s zwar schon bunt getrieben.
Aber wer machts besser? Die Frage darf ich als Parteiloser stellen,
wer wird nicht so laut im Rathaus bellen?
Wenn jeder mal fängt an, Verantwortung zu übernehmen,
wärs schon leichter unser aller Leben.
Denn wir sagen doch, wir wollen christliche Werte haben,
dann darf man auch nicht ständig nur klagen.
Sondern Nächstenliebe praktizieren klar,
und selber anpacken, das wär wunderbar.
Unser Friedhof
konnte es bis in den Jahresrückblick schaffen,
wo viele sich drüber Gedanken machen
Die kriegen dafür alle klein Geld,
sowas gibt’s noch in unserer Welt.
Sind keine Idioten sondern vernünftige Leute,
doch für Kritiker sind sie ne fette Beute.
Statt mal das Unkraut ein bisschen selber wegzumachen,
manche Kritiker das Feuer der Zeitung entfachen.
Und der Grund für das Grün ist die Regierung in Berlin,
die das Unkrautex verbietet, was uns auch allen gefiel.
Doch müssen die Lösungen ja erstmal reifen,
keine billige Lösung wir übers Knie streifen.
Denn wir verwalten als Kirchenvorstand ja ihrer aller Geld,
und was teures kaufen ihnen dann sicher nicht gefällt,
weil das Grab dann viel teurer wie bei den anderen Anbieter würde sein,
dann kommt halt manche Oma nur noch ins günstige Rasengrab rein.
Jetzt ist sie aber gekauft, die
Maschine
zum Unkrautwegbrennen,
wir können jetzt hier schnell jemanden benennen,
der alle drei Wochen so 6 Stunden fährt über die Wege fein,
dann würds einfach alles sauber sein.
...
Aber auch da wird sich keiner schnell finden, oder doch?
Meine Lieben Leute, ich warte noch....?!?
...
Nun gut, aber ihr seht vielleicht das Problem,
es wird immer um Ehrenamt gehen.
Wer also was Gutes will machen,
sollte sich zum Pastor aufmachen.
Im November ist die Wahl zum Kirchenvorstand sodann,
ich so machen kreativen oder praktischen da gebrauchen kann.
Denkt nach, mischt euch ein,
keiner muss mit Langeweile zuhause sein!
Die Mehrheit in Deutschland sich noch zu Jesus bekennt,
doch am Sonntag morgen wird trotzdem meistens gepennt.
7% - ist nicht die Zahl für die SPD,
das ist die Zahl, die ich Sontags hier seh.
Drum wunderts auch keinen, wenn die Priesterberufungen gehen gegen Zero,
denn die meisten suchen sich einen anderen Hero.
Zuhause in den Familien da geht’s mit Beten leider immer seltener los,
dank sei Gott für das Essen und den Tag, das ist nicht eine fromme Soß,
sondern das Einüben das Gott uns wirklich geht wieder was an,
dass ich ihn mit meinen Gedanken bestürmen kann.
Die Angst vor der Mathearbeit bereitet mir Sorgen,
darum kann ich beten am frühen Morgen.
Oder ob das mit unserer Ehe wirklich kann gut gehen,
beim Gebet könnten wir die Leute dann am besten sehen.
Macht dann die Traukerze gemeinsam an,
und fangt einfach zu beten an.
Dann kann der gute Geist der Zweisamkeit euch wieder führen zusammen,
das kann so manche traurige Stunde entspannen.
Ich bin einsam, ich die alten oft höre sagen,
sie haben Grund, wirklich zu klagen.
Aber beten heißt, Jesus tritt zu dir in die Stube rein,
brauchst dann nicht mehr alleine sein.
Almosen, Beichte, Kreuzweg, hab ich nun besprochen,
ob die Predigt hier wird schon abgebrochen?
Oh Gott, eines das ist noch zu sagen,
worüber so viele immer noch klagen.
Der Pastor – den könnt ihr ja nicht für voll nehmen,
muss zur Hälfte der Zeit ja nach Paderborn fegen.
Oft geschwind, ich seh ihn oft selber kaum,
trau mich auch nicht in den Spiegel zu schaun.
Schon 9 Jahre habt ihr ihn nun ertragen, wie viele wissen.
die letzten paar, dann wird er sich auch wieder ver- ... dünnisieren.
Aber nehmen wir einander am besten so an wie wir sind,
dann ich mehr glückliche Christen hier find.
Ich wollte nur sagen, dass Fastnacht kann nicht nur sein ein weltlich Geschehen,
eine Brücke zu Gott kann ich an diesem Tag sehen.
Denn mit der Narrenkappe lässt sich von alters her mutiger Sagen,
worüber wir das ganze Jahr so klagen.
Obwohl in unserer Pfarrei so viele klein und groß sich regen,
damit er gelangt zu allen, der Segen!
Und bis Ostern sollten wir gelernt haben alle,
wie Freude und Dank schallt aus dieser Heiligen Halle.
Helau!
Pastor André Aßheuer