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Ferienlager trotz Corona – oder eher wegen?

Foto: Sandra Goerdt-Heegt „Wir sind so froh, dass berhaupt etwas geht!“ Das war der Tenor der 12 Leiter aus Messdienerschar und vom Pfadfinderstamm in Welver. Alle Zeltlager im konventionellen Sinne mussten im Zuge der Hygienevorschriften aufgrund des Corona-Virus abgesagt werden und konnten nicht stattfinden. Darum suchten die Verantwortlichen nach einer anderen Lsung, um Kindern und Jugendlichen dennoch zum Start in die Ferien etwas anzubieten. Zwar wird auch hier kein Nachtlager auf einem Zeltplatz bezogen, dennoch fhlt es sich wie im Ferienlager an, als es von Mittwoch bis Freitag hie: „Auf ins Abenteuerland!“

Vielerorts sorgte der Ausfall von Ferienunternehmungen, wie Zeltlager oder hnlichem fr traurige Gesichter. Anlass genug fr die Jugendverantwortlichen der Pfarrei St. Maria das „Land der Abenteuer“ in die Wege zu leiten. Zusammen mit Pastor Andr Aheuer und Gemeindereferentin Dorothee Topp stellten die Leiter verschiedener Gruppen, wie Messdiener, Pfadfinder oder Kolpingjugend, binnen krzester Zeit ein verkrztes Ferienprogramm von drei Tagen zusammen, das unter Beachtung der Hygienevorschriften mindestens so viel Spa und Attraktionen innehlt, wie entfallene Ferienfahrten.

Fr Laura Gantenbrinker war es schon komisch: „Toll, alle zu sehen. Aber irgendwie stehen wir im Kreis und stellen fest, dass wir berhaupt kein Begrungsspiel machen drfen wegen der Hygienevorgaben.“ So wurde nichts aus Zuwerfen oder an die Hnde greifen. Aber dennoch war ganz viel los fr 30 Mdchen und Jungen zwischen 8 und 14 Jahren. „Wir hatten noch 20 auf der Warteliste“, berichtet Dorothee Topp als Gemeindereferentin. „Vielleicht kann man das Angebot ja wiederholen.“

Viel Spa jedenfalls hatten alle bei den verschiedenen Aktionen. Mglich war dies durch Aufteilung der Teilnehmenden in Gruppen hchstens 10 Personen, welche die allgemein gltige Abstandsregel ersetzt. Elias Rker, Sophie Platte, Carmen Plattfaut, Jaron Sollbach, Elias Kuhnert, Laura Gantenbrinker, Emelie und Lea Hurek und Patrik Studnic begleiten die vier Gruppen whrend verschiedener Aktionen. Fr das leibliche Wohl sorgte Nicole Krummel in der Kche.

Auftakt des Abenteuerlands am Dienstagabend war ein Taiz-Gebet vor der Friedhofskappelle im Gemeindedorf Scheidingen zusammen mit 32 Personen, auch ber die Teilnehmer der Ferienaktion hinaus. Mit Sitzdecken wurde hier im Schein der leuchtenden Fackeln bei besinnlicher Musik und Gebeten der Beginn der Aktion gemeinschaftlich begangen.

Am folgenden Mittwoch begann dann das Programm fr die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 12 Betreuende um 9 Uhr mit einem Morgengebet. Fr jede Gruppe wurde auf der Wiese um das Bernhardhaus in Welver eine Jurte aufgebaut, in welcher berall viel Spa herrschte. Nach der Namensgebung fr die eigene Gruppe und bekannten Spielen in den Zelten wie Wikingerschach entsprach die Freude keinesfalls mehr dem leider berwiegend eher schlechtem Wetter. Trotzdem ging der Spa nach dem Mittagessen, das Monika Aheuer und Nicole Krummel organisierten, mit Kegeln auf rtlichen Kegelbahnen weiter.

Donnerstag wurde das Programm mit Planwagenfahrten zur Burg Vellinghausen samt Burgfhrung und Spielen in der Grfte der mittelalterlichen Anlage, whrend der Abend fr ein gemeinsames Grillen genutzt wurde. Am letzten Tag, Freitag, trennten sich die Gruppen und besuchten entweder den Kletterpark in Soest, oder spazierten durch den Wildpark Vowinkel. Trotz der derzeitig schwierigen Lage, konnten Jugendgruppen der Pfarrei in Welver so gemeinschaftlich eine tolle Aktion zu Beginn der Ferien gestalten, die in der Form sicher nicht das einzige Highlight gewesen bleiben wird.“ Fr alle war es toll, sich einfach mal wiederzusehen und ich hoffe, dass dies auch fr andere ein Ansporn ist, nach kreativen Ideen zu suchen, was derzeit mglich ist. Wir sind noch da!“ So resmiert Pastor Andr Aheuer.

Text: Stud. iur. Thomas Klon