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Lourdes 2015 - lebendigen Glauben (er)leben

39 Christen aus St. Maria Welver sind nach Lourdes gepilgert

Dorothee Topp hat Gänsehaut. Sie hebt eine Kerze in die Luft und stimmt gemeinsam mit 20.000 Menschen das „Ave Maria“ an. Die Welveraner Gemeindereferentin geht, betet und singt andächtig bei der Lichterprozession in Lourdes mit. Sie ist mit der Pfarrei St. Maria und insgesamt 400 Christen des Lourdesvereins Westfalen vom 12. bis 19. Oktober in den französischen Wallfahrtsort gepilgert.

Die Lichterprozession durch den Heiligen Bezirk von Lourdes ist für Dorothee Topp „Zeichen der großen Einheit der Christen. Hier kann ich mit über 20.000 Christen aus den unterschiedlichsten Nationen ein ,Ave Maria‘ und ein ,Vater Unser‘ beten. Hier spüre ich, dass ich nicht allein bin in meinen Sorgen und meinem Glauben“, sagt sie berührt. Nach Lourdes sind mit der Pfarrei St. Maria 39 Pilger zwei Tage lang mit dem Bus gefahren. Organisiert haben die Wallfahrt Gemeindereferentin Dorothee Topp und Sekretärin Simone Teimann.

Gemeinsam mit den 400 Pilgern des Lourdesvereins Westfalen, die von Weihbischof Matthias König begleitet wurden, hat die Welveraner Gruppe viele intensive und emotionale Glaubensmomente erlebt. Dazu zählten internationale Gottesdienste, eine Messe an der Erscheinungsgrotte oder die Nachtanbetung, die für den 15-jährigen Thomas Klon der Höhepunkt war: „Die Bedeutung von Lourdes für uns Christen wurde deutlich, als die ergreifenden Bitten und Anliegen der Pilger vorgelesen wurden. Gemeinsam mit der Aussetzung des Allerheiligsten entsteht während der Nachtanbetung eine hochemotionale Atmosphäre.“ 

Lourdes ist einer der größten Marien-Wallfahrtsorte, nachdem 1858 die Gottesmutter der heiligen Bernadette erschienen ist. Seitdem pilgern jährlich Millionen Christen in den südfranzösischen Ort, einige Hunderte wurden schon durch das Wasser der Grottenquelle medizinisch unerklärbar geheilt. „Nicht die einzelnen Krankenheilungen, sondern die tagtäglich erlebte Gemeinschaft und die Freude im Glauben sind für mich das Wunder von Lourdes“, blickt Pastor Aßheuer auf die Wallfahrt zurück. „Die jungen und alten Pilger, die eine super Gemeinschaft gebildet haben, konnten ihren Glauben bedenken und neu erleben.“*tobi