72-Stunden-Aktion

72-Stunden Aktion beendet

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Von Tobias Schulte

Besuch von Johannes Remmel, Umweltminister von NRW Alles fing mit einem Familienausflug der Pfarrsekretärin Simone Teimann an, nun ist das Projekt vollendet – Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion entstand in Kirchwelver mit über 100 beteiligten Helfern ein Bibelgarten.

Als es im Winter letzten Jahres darum ging, ob der Pastoralverbund Welver und Scheidingen an der 72-Stunden-Aktion teilnehmen soll, stand der Plan schon längst fest: Auf dem Gelände zwischen Pfarrhaus und Heimathaus einen Bibelgarten entstehen zu lassen. Die Idee dazu hatte Pfarrsekretärin Simone Teimann, die bei einem Familienausflug nach Straßburg auf einen derartigen aufmerksam wurde und bis zur Aktion am vergangenen Wochenende zusammen mit Gemeindereferentin Dorothee Topp alles dafür tat, dass ein prächtiger Bibelgarten ein neuer Bestandteil von Kirchwelver ist.

Begonnen hat die 72-Stunden-Atkion vergangenen Donnerstag um 17 Uhr mit der Eröffnung, bei der auch Welvers Bürgermeister Ingo Teimann und Vize-Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg zugegen waren. Dabei brachte Bürgermeister Ingo Teimann gerne zwei Bänke zur Unterstützung der Aktion mit, die zum Verweilen einladen: „Ich leiste als Bürgermeister natürlich auch einen kleinen Anteil zur Verschönerung von Kirchwelver als Wohnzimmer der Gemeinde.“ Durch die Verschönerung der 72-Stunden-Aktion sieht er Kirchwelver nun als „preiswürdig“ an, „wie es sich für diesen historischen Ort gehört!“. Auch der Vize-Landtagspräsident des Landes NRW Eckhard Uhlenberg ließ es sich nicht nehmen, die Aktion finanziell zu unterstützen und einige Grußworte an die fleißigen Kinder und Jugendliche zu richten. Der Landtagsabgeordnete, der früher selber in der KjG engagiert war, bezeichnete Kirchwelver als einen der schönsten Ecken im Kreis Soest.

Johannes Remmel und Ingo Teimann beim Besuch der 72-Stunden-Aktion in Welver

Trotz des schlechten Wetters konnten die überaus motivierten Kinder nicht von den ersten Arbeiten an den Themenfeldern oder an den Stelen abgehalten werden. Am Freitag ging es dann nach einem kurzen Morgenimpuls an die Bepflanzung der einzelnen Parzellen mit den bereitgestellten Pflanzen sowie das Gestalten der Stelen und des Taufsteins. So konnten innerhalb weniger Stunden die Themenfelder fast fertiggestellt werden. So entstanden die Themenfelder Taufe, brennender Dornbusch, Berufung, Heilung, Brot und Wein, Paradies, Liebe, Wüste und Nil. Die restlichen 4 Felder wurden vorerst nicht besonders bepflanzt, sondern nur gejätet, mit Mutterboden versehen, mit Samen besäht und mit Mulch versehen. Diese Felder bleiben vorerst für weiter Projekte außerhalb der 72-Stunden-Aktion frei und können bei Bedarf gestaltet werden. Am Samstag sollte, nachdem die Parzellen größtenteils fertig waren, die Außenbereiche gestaltet werden, bevor der Umweltminister des Bundeslandes NRW Johannes Remmel zu einer einstündigen Visite in Kirchwelver vorbeischaute. Sichtlich begeistert von dem Projekt, den einzelnen Feldern sowie den Arbeiten an den Stelen, unterhielt sich der Minister munter mit den Kindern und Jugendlichen und sprach ihnen erneut Motivation zu. Abgerundet wird die Aktion mit der Abschlussmesse am Sonntag um 17 Uhr auf dem Feld des Bibelgartens, zu der alle Katholiken aus dem Pastoralverbund Welver und Scheidingen eingeladen waren und auch zahlreich erschienen sind. Neben Gemeindereferentin Dorothee Topp und Sekretärin Simone Teimann, die die Fäden bei der 72-Stunden-Aktion in der Hand hatten, sorgten Landschaftsarchitektin Susanne Nürnberger und Steinmetz Michael Düchting für den gelungenen Verlauf der Sozialaktion. Für das leibliche Wohl sorgte rund um die Uhr Beate Wessels-Rump.  

NRW Umweltminister Johannes Remmel und viele ehrenamtliche Helfer bei der 72-Stunden-Aktion in Welver Die Welveraner reihen sich bei der 72-Stunden-Aktion in eine Schar von 305 Aktionsgruppen im Erzbistum Paderborn sowie 18 Projekten im Kreis Soest ein. Der Grundgedanke der Aktion ist es, mit gemeinnützigen Aktionen ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Der Motor der 72-Stunden-Aktion ist die Überzeugung, dass die Welt mit christlichem Handeln besser gemacht werden kann. Die Jugendlichen folgen in ihrem Handeln aus Nächstenliebe den Gedanken Jesu, der immer in Gemeintschaft mit seinen Jüngern zu den Ausgeschlossenen unterwegs war.*tobi