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Verleihung des Päpstlichen Ordens

an Frau Margrit Goerdt aus Welver


„Wo ein Glied geehrt wird, da freuen sich alle Glieder mit!“ Mit diesem Wort des Apostels Paulus leitete Pastor André Aßheuer in der Silvesterpredigt in der Scheidinger St. Peter und Paul-Kirche die Bekanntgabe einer wichtigen Information ein.
„Wir alle freuen uns, dass sich das Engagement eines unserer Gemeindemitglieder bis zum Heiligen Vater in Rom rumgesprochen hat, und dass Papst Benedikt XVI. dies zu würdigen weiß. Er verleiht den Päpstlichen Verdienstorden „Pro ecclesia et pontifice“ an Frau Margrit Goerdt aus Welver.“
Die Ehrung, das hatte der Pastor zuvor mit der zu Ehrenden abgestimmt, soll der 71-jährigen beim Jahresempfang am 17. Februar 2013 im Bernhardhaus in Welver erfolgen. Dazu wird auch der ehemalige Welveraner Pfarrer Klein-Doppelfeld erwartet, dem die zu Ehrende in seinen dreißig Dienstjahren ebenfalls treu zur Seite stand. „Sie hat unter drei Pfarrern hier gewirkt“, so Pastor Aßheuer süffisant. „Und besonders froh bin ich, das Frau Margrit Goerdt, die in diesen Monaten wichtige Ämter wie die Kirchenvorstandsarbeit abgibt, dennoch an vielen Stellen engagiert dabei sein. Nur kürzer zu treten, das sei jedem irgendwann gegönnt!“
„Sie gehört der Generation an, die für mich persönlich für die Umsetzung des 2. Vatikanischen Konzils steht. Sie hat als junge Frau und Mutter nach dem Konzil die ersten Tischgruppen geleitet und Musizierkreise aufgebaut.“
Nach ihrem Zuzug aus Bönen Mitte der 70er Jahre begann sie schnell, sich für Familiengottesdienste und Kommuniongruppen stark zu machen, organisierte Firmvorbereitungen 

und wurde katechetisch und liturgisch zu einer der führenden Persönlichkeiten.
Mit dem Ende der Legislaturperiode des Kirchenvorstandes im November 2012 schiedt Frau Margrit Goerdt aus dem Kirchenvorstand der Pfarrei St. Bernhard im Pastoralverbund Welver und Scheidingen aus. Mit ihren über mehr als 35 Jahren ehrenamtlichen Engagements in kirchlichen Gremien und auf vielen anderen Gebieten hebt sie sich von den anderen Ehrenamtlichen hervor. Frau Goerdt versteht es, aus ihrem christlichen Geist heraus sowohl politisch als auch kirchlich aktiv zu handeln. Dabei nimmt sie in überdurchschnittlichem Maße alle Aufgaben wahr, die anfallen. Gerade in der Zeit der anstehenden Fusion vermag sie es, „ihre KFD“ und auch andere Christen aufeinander zu bewegen und verkörpert so den neuen pastoralen Geist.
Frau Goerdt ist außerdem caritativ tätig: Neben Geburtstagsbesuchen in St. Bernhard, die abwechselnd von Pastor André Aßheuer, Gemeindereferentin Dorothee Topp und Margit Goerdt wahrgenommen werden, organisiert sie vierzehntägig im Altenheim die Krankenmesse durch Absprachen, liturgische Dienste und das Herholen der kranken und alten Menschen. Zudem ist sie durch wöchentliche Besuche und Tätigkeit im Heimbeirat des Altenheimes tätig und organisiert verschiedene unterhaltsame Veranstaltungen.
Sie ist engagiert im Seniorenbeirat der politischen Gemeinde Welver, für den sie monatlich Veranstaltungen organisiert und als politische Stimme in der überschaubaren Kommune für die

 Anliegen der älteren Generation wahrgenommen und geschätzt wird.
In den Gremien der katholischen Kirchengemeinde St. Bernhard Welver bekleidete sie 


verschiedene Ämter wie Pfarrgemeinderat (1977-1997) und Kirchenvorstand (1988-2012). Zudem engagiert sie sich als 1. Vorsitzende in der Frauengemeinschaft der St. Bernhard-Pfarrei. Sie versteht es, organisatorisch und inhaltlich die Fäden in der Hand zu halten und andere Mitarbeiter mit zu nehmen auf dem Weg des Engagements in Kirche und Politik. Sie versteht es „über den Tellerrand zu schauen“, kann Gemeindearbeit in größeren Zusammenhängen denken und leben und so steht sieh auch für ökumenisches Engagement beider Gemeinden in Welver und kümmert sich um den Ökumenischen Arbeitskreis unserer Gemeinde in Welver.

Mit der Ehrung des päpstlichen Ordens reiht Margrit Goerdt sich in eine Reihe von ganz großen Persönlichkeiten an. Vor ihr erhielten bereits unter anderem Benedikte von Dänemark, die Schwester der dänischen Königin, Schwester Pascalina, die Pius XII den Haushalt führte und mit dem Buch „Ich durfte ihm dienen“ berühmt wurde, oder Prof. Wallner, Rektor der theologischen Hochschule Heiligenkreuz.
Das Ehrenzeichen besteht aus einem stilisierten Kreuz mit dem Papst-Wappen und der Inschrift PRO ECCLESIA ET PONTIFICE. In der Mitte des Kreuzes sind die Apostelfürsten Petrus und Paulus dargestellt. Gehalten wird es von einem breiten Ordensband in den Kirchenfarben Gelb und Weiß.

Im Jahr 1888 stiftete Papst Leo XIII. diesen Orden für besondere Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes. "Pro Ecclesia et Pontifice" (Für Kirche und den Papst), diese höchste päpstliche Auszeichnung für Laien erhält Margrit Goerdt nun am 17. Februar 2013 im Zuge des Jahresempfangs verliehen. Der letzte Welveraner, der die Ehre hatte diesen Orden verliehen zu bekommen ist Fritz Damberg.


Eine staatliche Ehrung erfuhr Margrit Goerdt bereits am 19. Januar 2012, als Landrätin Eva Irrgang der ehemaligen Verwaltungsangestellten der Gemeinde Welver das Bundesverdienstkreuz aushändigte, welches ihr der Bundespräsident verliehen hatte. Damals titelte der Anzeiger: „Frau Goerdt ist Welver!“

So fiebert der ganze Pastoralverbund auf die Jahresversammlung und die damit verbundene

 Verleihung des Päpstlichen Ordens an Margrit Goerdt hin, denn „wo ein Glied geehrt wird, da freuen sich alle Glieder mit!“ *tobi